Der Vizepräsident der Vereinigung der Agrarunternehmen in Ungarn
(MAgrE) verstarb plötzlich und völlig unerwartet am 15. Januar in Berlin.
Herr Stüwe war nicht nur einer der Gründer und Vizepräsident der Vereinigung, sondern der treibender Kraft für diese Organisation. Der am 16. April 1942 in Westphalen geborene Landwirt und Unternehmer aus Pfarrkirchen war in seinem Leben stets unermüdlich für die Landwirtschaft tätig. Er hat in Deutschland die landwirtschaftliche Buchführung und betriebswirtschaftliche Beratung als Geschäftsführer der LBD Landwirtschaftliche Buchführungsdienst GmbH auf eine neue Ebene gehoben. Als Leiter der LAND-DATA Eurosoft GmbH & Co. KG hat Herr Stüwe Computerprogramme für die Landwirte zur Verfügung gestellt, die die Arbeitsaufzeichnungen revolutionierten.
Herr Franz Stüwe war nicht nur in Bayern und in Deutschland tätig, sondern auch in mehreren Ländern, unter anderem auch in Ungarn. Da er ständig auf der Suche von neuen Partnern und Mitstreiter war, war für Herrn Stüwe die Gründung der MAgrE nicht nur ein logischer Schritt, sondern die Schaffung einer Plattform über die er die Mitglieder mit seinem Ideen und Visionen stets begeistern konnte. Unvergesslich bleiben seine Vorträge über die agrarpolitischen und –wirtschaftlichen Fragen. Wie er die oft sehr komplexen Themen durch sein beeindruckendes Wissen auf dem Punkt gebracht hat und die Informationen für die Mitglieder in leicht verständlicher Form weitergegeben hat.
Herr Franz Stüwe war Ungarn sehr verbunden, er kam oft und gern hierher, die Entwicklung der ungarischen Landwirtschaft und das gesamte Land lag ihm sehr am Herzen.
Noch wenige Stunden vor seinem plötzlichen Tod hat er an der feierlichen Eröffnung der 75. Grüne Woche in Berlin teilgenommen. Er hat sich besonders auf dieses Ereignis gefreut, da in diesem Jahr das Gastland in Berlin Ungarn war.
Der Vorstand und die Mitglieder der MAgrE werden Herrn Franz Stüwe stets ein ehrendes Andenken bewahren und den Angehörigen sprechen wir tief empfundenes Mitgefühl aus.